Warum betrübst du dich, mein Herz?

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Version 1

1. Warum betrübst du dich, mein Herz?
bekümmerst dich und trägest Schmerz
nur um das zeitliche Gut?
Vertrau du deinem Herren Gott,
der alle Ding erschaffen hat.

2. Er kann und will dich lassen nicht,
er weiß gar wohl, was dir gebricht,
Himmel und Erd ist sein!
dein Vater und dein Herre Gott,
der dir beisteht in aller Not.

3. Weil du mein Gott und Vater bist,
dein Kind wirst du verlassen nicht,
du väterliches Herz!
Ich bin ein armer Erdenkloß,
auf Erden weiß ich keinen Trost.

4. Der Reiche bauet auf sein Gut;
ich will vertrauen auf Gottes Hut.
Ob mich die Welt veracht',
so glaub ich doch mit Zuversicht,
wer Gott vertraut, dem mangelt's nicht.

5. Helia, wer ernähret dich
da es so lange regnet nicht
in so schwer theurer Zeit?
Ein Wittwe aus Sidonier Land
zu welcher du von Gott warst gesandt.

6. Da er lag untr dem Wachholdrbaum
der Engel Gotts vom Himmel kam
und bracht ihm Speis und Tranck
er gieng gar einen weiten Gang
bis zu dem Berg Horeb genannt.

7. Des Daniels Gott nicht vergaß
da er unter den Löwen saß
sein Engel sandt er hin
er ließ ihm Speise bringen gut
durch seinen Diener Habacuc.

 



8. Joseph in Egyptn verkauffet ward
vom König Pharao gefangen hart
umb sein Gottfürchtigkeit
Gott macht ihn zu einn grossen Herrn
daß er kont Vatr und Brüdr ernehrn.

9. Es ließ auch nicht der treue Gott
die drey Männr im Feur-Ofen roth
seinn Engel sandt er hin
bewahrt sie für des Feuers Glut
und halff ihnen aus aller Noth.

10. Ach Gott, du bist so reich noch heut';
ob je du warst von Ewigkeit,
mein Trauen steht zu dir;
sei du nur meiner Seele Hort,
so hab' ich Gnüge hier und dort.

11. Zeitlicher Ehr, ich gern entbehr',
des Ewigen mich nur gewähr,
das du erworben hast
durch deinen herben, bittern Tod;
das bitt ich dich, mein Herr und Gott.

12. Alles was ist auf dieser Welt,
ss sei Gold, Silber oder Geld,
reichtum und zeitlich Gut,
das währt nur eine kleine Zeit
und hilft doch nichts zur Seligkeit.

13. Ich danke dir, Herr Jesu Christ,
dass mir das Kund geworden ist
durch dein wahrhaftig's Wort;
verleih mir auch Beständigkeit
zu meiner Seelen Seligkeit!

14. Lob, Ehr und Preis sei dir gebracht
für alles wie du mich bedacht.
In Demut bitt' ich dich:
lass mich von deinem Angesicht
ewig verstossen werden nicht!

 

Version 2

1  Warum betrübst du dich, mein Herz?
bekümmerst dich und trägest Schmerz
nur um das zeitliche Gut?
Vertrau du deinem Herren Gott,
der alle Ding erschaffen hat.

2  Er kann und will dich lassen nicht,
er weiß gar wohl, was dir gebricht:
Himmel und Erd ist sein!
mein Vater und mein Herre Gott,
der mir beisteht in aller Not.

3  was ist auf dieser Welt,
Es sei Gold, Silber oder Geld,
Reichtum und zeitlich Gut,
Das währt nur eine kleine Zeit
Und hilft doch nichts zur Seligkeit.

4  Lob, Ehr und Preis sei dir gesagt,
o Herr, für alle dein Wohltat.
ich bitt' dich demütig:
Lass mich von deim Angesicht
verstoßen werden ewiglich.

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