Wenn Zweie sich gut sind (Moritz Hauptmann)

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Editor: Nikolaus Hold (submitted 2021-10-05).   Score information: A4, 2 pages, 60 kB   Copyright: CC BY NC
Edition notes: Gegenüber der Vorlage in Zweites Volksgesangbuch für den gemischten Chor ist hier alles um einen halben Takt versetzt, um das Auftaktverhalten verständlicher zu machen. (Ich persönlich konnte mich partout nicht an 4-Achtel-Auftakte gewöhnen, was immer Moritz Hauptmann sich dabei gedacht hat.)

General Information

Title: Wenn Zweie sich gut sind
Larger work: Sechs vierstimmige Lieder für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Op. 47
Composer: Moritz Hauptmann
Lyricists: Klaus Groth and Hans Jakob Boßhardcreate page (2-3.)
Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SecularPartsong

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1860 Breitkopf & Härtel)
  2nd published: 1881 in Zweites Volksgesangbuch für den gemischten Chor (Ignaz Heim), no. 49
Description: Op. 47,4

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Original text and translations

German.png German text

1.
Kein Graben so breit, keine Mauer so hoch,
wenn Zweie sich lieb,
wenn Zweie sich gut sind, sie treffen sich doch.

Kein Wetter so schlecht, und zu schwarz nicht die Nacht,
wenn Zweie sich seh'n woll'n, es wird schon gemacht.

Es gibt wohl noch Mondschein, es scheint wohl ein Stern,
es gibt noch ein Lichtlein, es gibt ein' Latern!

Es gibt ja noch Leitern, zu schmal ist kein Steg,
wenn Zweie sich gut sind, sie finden den Weg!

2.
Was Bettler, was Fürst, was ist arm und was reich
für Zwei, die sich lieb,
für Zwei, die sich gut sind? Die Liebe macht gleich.

Nicht Kummer, nicht Not, weder Sorge noch Pein,
kehrt jemals im Leben bei Liebenden ein.

Und türmen sich Wolken, verbirgt sich das Licht,
die Zwei, die sich gut sind, bekümmert es nicht.

Gibt’s Berge und Täler, gibt’s Flüss’ ohne Steg,
die Liebe, sie findet von selber den Weg.

3.
Kein Schloss ist so hoch, keine Hütte so klein,
die Liebe allein
muss schalten und walten, um glücklich zu sein.

Je heller das Aug’, desto schöner der Blick;
je reiner die Liebe, je höher das Glück.

Gelingt dir zu finden den edelsten Stein,
so wickle ihn sorgsam in's Herzblättchen ein;

bewahr’ ihn darinnen als Pfand und Beleg:
Wenn Zweie sich gut sind, sie finden den Weg.

Str. 2 und 3: Hans Jakob Boßhard (1823)