Es jagt ein Jäger g'schwinde (Ludwig Senfl)
Music files
| ICON | SOURCE |
|---|---|
| Midi | |
![]() |
MusicXML |
| File details | |
| Help |
- Editor: Allen Garvin (submitted 2025-04-11). Score information: Letter, 3 pages, 61 kB Copyright: CC BY NC
- Edition notes: Source files may be found on my github (linked from my CPDL profile). Only the 1st of 3 verses is underlaid.
General Information
Title: Es jagt ein Jäger g'schwinde
Composer: Ludwig Senfl
Lyricist:
Number of voices: 4vv Voicing: SATB
Genre: Secular, Lied
Language: German
Instruments: A cappella
First published: 1544 in 115 guter neuer Liedlein (Hans Ott), no. 6
Description:
External websites:
Original text and translations
German text
Es jagt ein Jäger g'schwinde
dort oben vor dem Holz;
mit seiner schnellen Winde
fand er ein Wild, was stolz.
Auf einer weiten Heiden,
da er das Wild ersach,
mit seinen Winden beiden
hetzt er ihm hinten nach.
«Vom Gespür will ich nicht scheiden!»
der selbig Jäger sprach.
Das Wild hat keinen Namen,
da ichs bei nennen will;
aus adelich Gezamen
gibt er der Kurzweil viel.
Sein Äuglein sind ihm geschwinnet,
darin man sich ersicht;
der Mund vor Röth brinnet.
Darmit dich Jäger g'schwicht.
Oh Glück dem Jäger ginnet,
darauf lag sein Gedicht.
Sein Horen er erschellet,
dasz in dem Wald erhall.
Das Wild was wol gestellet,
sprung über Berg und Thal,
bis dasz ers niederfället
hei einem Brünnlein rein;
er auch ganz stet nachstellet
dem edlen G'spüre sein.
Den Spür er auserwählet;
das bracht das G'wild in Pein.
